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Future Fashion Cycles – Die Modezyklen der Zukunft

 

Kaum zu glauben: Sieben Monate dauert dieser ungewöhnliche Zustand, in dem wir uns nicht nur mit einem unbekannten Virus und Social- bzw. Physical Distancing, sondern auch mit einer drastischen Einschränkung der Wirtschaft arrangieren mussten, schon an. Auf der Fashion Changers Konferenz zum Thema Mode und Verantwortung haben wir nach diesen Monaten mit unerwarteten Planungs-Rhythmen und verzögerten saisonalen Abläufen stellvertretend für die #FairFashionSolidarity-Allianz Bilanz gezogen.


Unser Fazit: Wenn das Jahr auch schwer war und bleibt, können wir aus der Krise lernen und verstärkt in unserem wichtigsten Anliegen aus ihr herausgehen. Die Mode der Zukunft muss nachhaltig werden und vor allem „slow“.


Aber einmal ganz von Anfang: Die Corona-Krise traf im März 2020 die Modebranche unerwartet stark. Geschlossene Läden und sinkende Konsumstimmung – auch im Onlinehandel – führten zu starken Umsatzeinbrüchen und liegenbleibender Ware. Kurzerhand stornierten vor allem die großen Textildiscounter im großen Stil Aufträge bei ihren Produktionspartner:innen und riskierten wegen fehlender Arbeitsschutzgesetze in vielen Produktionsländern Fabrikschließungen und massenhafte Arbeitslosigkeit unter Näher:innen. Parallel gingen viele der Discounter vorschnell in den Sale, oder verramschten mutmaßlich gar die liegengebliebene Ware. (Quelle: Global Citizen)

Undenkbar für ein fair produzierendes Modeunternehmen, undenkbar bei unseren hohen Qualitäten und verhältnismäßig niedrigen Gewinnanteilen. Mit der #FairFashionSolidarity-Allianz riefen wir deshalb im März kurzentschlossen dazu auf, innerhalb der Slow Fashion Branche gemeinsam zu handeln und Solidarität mit unseren Mitbewerber:innen und Partner:innen über die gesamte Lieferkette hinweg zu zeigen. Eine Bilanz nach sieben Monaten.


Risiken und Nebenwirkungen der Fast Fashion

Möglichst schnell „back to normal“? Wir hoffen nicht, denn „normal“ steht aktuell für fast und very unfair Fashion. In Zeiten von Fast Fashion gelangen Trends immer schneller direkt vom Laufsteg in die Textildiscounter. Designs mit kurzer Lebensdauer nehmen überhand, während sich die Planungs-Rhythmen von der traditionellen Dauer von 12 Monate auf drei Monate verkürzt haben. Der Effekt: hohe Beschaffungsrisiken für die Marken und ein erheblicher Druck auf Lieferant:innen und Produzent:innen. (Quelle: Christliche Initiative Romero e.V.)





Der Prozess von der Idee bis zum Verkauf dauert in der "Slow Fashion" 12 Monate – in der "Fast Fashion" nur drei Monate




Das Corona-Virus hat diesen Fast-Fashion-Rhythmen einen Strich durch die Rechnung gemacht – und gezeigt, wie fragil und wenig zukunftsfähig dieses System ist. Die Branche scheint langsam zu ahnen, dass nicht nur unser Gewissen, sondern auch die wirtschaftlichen Zahlen in so ungewöhnlichen Zeiten für ein Umdenken sprechen.


The future of fashion is slow

Wir können dankbar mit erstem vorsichtigen Fazit zu LANIUS sagen, dass während der Krise nicht nur der Verkauf der Frühjahrs- und Herbst-Kollektionen unerwartet gut lief – dafür ein wirklich großes Danke an Sie! – sondern wir freuen uns auch in der aktuellen Order-Saison für das Frühjahr über treue Kund:innen, die an unsere Slow Fashion Philosophie glauben. Dies bestärkt uns darin, an unseren Prämissen zur Kollektionsgestaltung festzuhalten.
Nur zwei Kollektionen im Jahr zu machen, hat sich in dieser Zeit durchaus bewiesen, weil die Lieferketten durch eine langsamere Taktung viel weniger fragil sind. Wir plädieren auch für die Zukunft für Planungs-Rhythmen, die eine Produktion unter höchstmöglichen ethischen Prämissen garantieren.




Neue Mode-Lebenszyklen



Im Kollektionsrahmenplan auf schnelle Trends zu verzichten und stattdessen auf saisonale Designs und möglichst viele Klassiker zu setzen, hat zu wenig Einbrüchen im Umsatz geführt und es uns darüber hinaus ermöglicht, einen Teil der F/S 20 Kollektion als Carry-Over in die kommende F/S 21 Saison zu integrieren. Wir plädieren auch für die Zukunft für Kollektionsrahmenpläne, die an den tatsächlichen Bedarf nach Kleidung angepasst sind und den Begriff ‚Mode‘ überdenken. Der Wert eben dieser sollte in ihrer Tragbarkeit, Langlebigkeit und im gut durchdachten, qualitativen Design liegen. The future of fashion is slow.


„Mein Wunsch ist eine bedarfsgerechte Textilindustrie mit vernünftigen Kollektions-Rhythmen und Lieferterminen. Mit LANIUS sind wir auf einem guten Weg mit dieser Slow Fashion Philosophie.“
– Claudia Lanius



Was Sie persönlich tun können?

Konsum reduzieren: Lernen Sie Ihren Stil besser kennen, kaufen Sie seltener Neues und tragen das auf, was Sie bereits besitzen. Hier hilft z.B. das Prinzip Capsule Wardrobe.
In Klassiker investieren: Investieren Sie bei Kleidung in hohe Qualität und klassische Designs. Dies bestärkt Unternehmen, ihre Kollektionszusammensetzung entsprechend Ihrer Bedürfnisse nach zeitloser, langlebiger Mode auszurichten.
Die Fair Fashion Branche stärken: Unterstützen Sie gezielt nachhaltige und faire Labels und Shops, damit diese im internationalen Wettbewerb zeigen können, dass eine andere Textilindustrie möglich ist.



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