Tipps: Urlaub in der Umgebung

 

Der Sommer steht vor unseren Türen – und im LANIUS Office geht es dieser Tage vermehrt um das Thema: Wie möchten und werden wir dieses Jahr Urlaub machen?

In dieser Saison ist alles ein wenig anders: Mit dem Ausbruch der Pandemie Covid-19 (https://www.lanius.com/de/blog/covid-19-is-a-virus.-fair-fashion-is-a-movement) wurden bis auf Weiteres Flüge gestrichen, die außereuropäischen Grenzen geschlossen und ein/e jede/r von uns ist noch immer gefragt die notwendigen Maßnahmen einzuhalten, um sich selbst und andere zu schützen. Höchste Zeit, den Urlaub zu Hause neu zu entdecken?

Ja, denn auch bevor das Virus ausbrach, hat uns die Klimakrise bereits ganzheitlich beschäftigt - und mit ihr auch das Thema klimaschonendes Reisen und zukunftsfähiger Tourismus. Der Tourismus macht tatsächlich rund acht Prozent der weltweiten CO2-Emissionen aus, verantwortlich dafür sind vor allem das An- und Abreisen (das belegt eine im Juni 2018 veröffentliche Studie der Universität Sydney). Und der plötzliche Stillstand in diesem Frühjahr zeigt: die Natur vermisst uns nicht unbedingt, sondern erholt sich von den negativen Effekten, die das viele Reisen heutzutage leider mit sich bringt.


 

Sanfter Tourismus

Wer sich mit den ökologischen und sozialen Aspekten des Reisens auseinandersetzt, stößt heute auf den Begriff „sanfter Tourismus“. Dieser steht für eine Grundeinstellung, die auf drei Prämissen beruht: Reisen vermehrt als Natur-Erlebnis zu verstehen, negative Auswirkungen auf die bereiste Umwelt weitestgehend zu vermeiden, und auch der Kultur des bereisten Landes größtmöglichen Respekt zu zollen.

Dieses Jahr bedeutet sanftes Reisen für uns vor allem sich vor der eigenen Haustür genauer umzuschauen und zu finden (oder wiederzuentdecken), was wir in den vergangenen Jahren vielleicht zu oft in der Ferne gesucht haben.

 

 

Unsere Tipps für Urlaub in der Umgebung

 

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Selbstpflücker Felder: Den Urlaub im Kopf beginnen

Eventuell braucht es nicht einmal eine Reise im eigentlichen Sinne, um dem Alltag für eine Weile zu entfliehen. Bei vielen von uns beginnt das Urlaubsgefühl damit, sich Zeit für Bücher zu nehmen, den Wochenmarkt zu besuchen – oder Erdbeeren auf einem der Felder für Selbstpflücker zu sammeln – und schließlich all die sommerlichen Gerichte zu kochen, für die wir im Alltag keine Zeit finden.

Das Forum Moderne Landwirtschaft listet eine deutschlandweite Übersicht für Selbstpflücker-Felder

https://www.moderne-landwirtschaft.de/selber-pfluecken





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Mikro Abenteuer: Spannende Reiseziele in der unmittelbaren Nähe entdecken

Mit Sicherheit hat Ihre Umgebung eine enorme Vielfalt zu bieten. Ob Berge, Strand, Wald, Naturschutzparks oder eine der zahlreichen deutschen Kulturlandschaften. Viele dieser Orte sind für die Anreise mit Bus und Bahn erschlossen oder können direkt mit dem Fahrrad, wandernd oder sogar Kanu-fahrend erkundet werden.

Kannten Sie übrigens schon den Begriff Mikro Abenteuer? Er geht auf den britischen Schriftsteller Alastair Humphreys zurück, der in seinem 2014 erschienenen Buch „Microadventures“ kleine und leicht zu realisierende Outdoor Unternehmungen in der eigenen direkten Umgebung als kurzzeitiges Ausbrechen aus dem Alltag vorschlug – und damit sogleich eine ganze Bewegung auslöste. Seine Ideen? Z.B. eine Nacht im Zelt oder auf dem eigenen Balkon zu campieren. Worauf warten wir noch?

Inspiration für Mikroabenteuer und andere Unternehmungen suchen und finden wir aktuell übrigens am liebsten hier: Mit Vergnügen – Die Reise Edition (https://reisevergnuegen.com/) und die Städte Editionen (Berlin, München, Hamburg, Köln) https://mitvergnuegen.com/





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Fortbewegungsmittel 2.0: Den Weg zum Teil der Reise machen

Wer dieses Jahr etwas weiter weg möchte, wird eventuell lernen, die (An-)Reise als wertvollen Teil des Urlaubes zu verstehen. Aus Klimaperspektive ist natürlich die Reise mit öffentlichen Fortbewegungsmitteln wie Bahn und Bus sinnvoll, die uns nicht nur einen ökologischeren Fußabdruck, sondern auch Zeit schenkt, die Reise auf uns wirken zu lassen. Wer die öffentlichen Verkehrsmittel diese Saison jedoch meiden möchte, tauscht das Auto vielleicht gegen ein Fahrrad, ein Kanu, Kajak oder Wanderschuhe ein? Längere Strecken machen sich auch in/auf diesen Fortbewegungsmitteln gut – und lassen uns die Reise von A nach B noch einmal ganz anders Erleben.

Für Outdoor-Begeisterte stellt unter anderem das von GEO herausgebrachte WALDEN Magazin immer wieder schöne Touren in den Fokus, z. B. die schönsten Kanu Routen: https://www.geo.de/magazine/walden/16275-rtkl-fieldguide-deutschlands-schoenste-kanutouren





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Geheimtipp „Baumhaus“: Abseits der gewohnten Wege halten

Nicht nur aus Achtsamkeit gegenüber der Gesundheit anderer ist es sinnvoll, sich in diesem Urlaub abseits der viel bereisten Urlaubsorte zu halten. Wenn wir uns auf individuelle Reisen einlassen, statt auf pauschale Angebote zurückzugreifen, können wir außerdem viel leichter lokale und kleine Anbieter unterstützen. Am Ende profitieren so, statt großer Konzerne, die Menschen und die Regionen von unserem Besuch.

Ein Tipp: Kleine, ökologisch ausgerichtete Reiseveranstalter arbeiten meist eng mit Partnern vor Ort zusammen, die nach ökologischen und sozialen Kriterien wirtschaften, und kennen entsprechende Geheimtipps – vom familiengeführten Öko-Hotel bis hin zum Baumhaus im Wald. Außerdem gut zu wissen: Auch für ökologisch ausgerichtete Reiseorte gibt es inzwischen Siegel. So kennzeichnen zum Beispiel das Europäische und das Österreichische Umweltzeichen, die Dachmarke „viabono“ oder die „Blaue Schwalbe“ umweltfreundliche Reiseanbieter. Und auch Zusammenschlüsse wie die Bio Hotels und die Klimahotels garantieren für eingehaltene Umweltstandards.

Umfangreiche Informationen rund um nachhaltiges Reisen stellt das Online Magazin der fairkehr GmbH „Anderswo“ bereit: https://www.wirsindanderswo.de

 


 


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