We don't mess around - it's WORLD CLEANUP DAY

Das Müllaufkommen in Deutschland wächst stetig und sichert den Deutschen bereits seit 2016 eine Spitzenreiter-Position in Sachen Verpackungsmüll. Während der europäische Durchschnitts-Verpackungsverbrauch pro Kopf bei 167,3 Kilo liegt, verzeichnet Deutschland im Jahr 2016 einen Pro-Kopf-Verbrauch von 220,5 Kilo. Und auch wenn Recycling mit über 70% des Verpackungsmülls einen großen Stellenwert einnimmt, titelt 3Sat in einer aktuellen Wissenschaftsdokumentation: „Vom Recycling-Erfinder zum Müllmeister“. Und diese Zahlen und Fakten beziehen sich "nur" auf Deutschland. Doch weltweit sieht es nicht weniger beunruhigend aus, was das Müllaufkommen angeht. Es ist mit #ZeroWaste zu probieren ist wohl eher etwas für Hardliner und verdient absoluten Respekt. Den Wocheneinkauf in einem der Unverpackt-Läden zu erledigen, deren Etablierung häufig auf ein Crowdfunding angewiesen ist, ist da schon deutlich "more convenient". Doch leider gibt es bisher gefühlt noch viel zu wenige dieser Läden und meist nur in größeren Städten. Das enorm Magazin hat dazu eine schöne Übersicht veröffentlicht mit der sich vielleicht ein Laden in der Nähe finden lässt.

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Es lassen sich noch viele weitere Maßnahmen finden, wie bspw. über Facebook organisierte freiweillige Park-Aufräum-Trupps zur Müllbeseitigung, Coffee-to-Go-Becher Konzepte wie Recup und vieles mehr. Alles sinnvoll, alles notwenig und alles, weil wir einfach zu viel Müll produzieren. Der WORLD CLEANUP DAY am 15. September 2018 findet nun also erstmals in Deutschland statt, dabei existiert er schon seit 10 Jahren in mehr als 150 Ländern. Das erklärte Ziel des Tages ist es, 5% der Weltbevölkerung zu aktivieren, um ein merkbares Zeichen gegen Müll und für unsere Erde (die sich erst kürzlich, nämlich am 02. August, am "Overshoot-Day"  befand) zu setzen.

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Als Modelabel befinden wir uns in einer schwierigen Situation, denn die Textilindustrie ist neben der Ölindustrie leider die zweitschmutzigste Branche. Als nachhaltiges Modelabel beschäftigen wir uns allerdings schon seit der Gründung von LANIUS (vor 20 Jahren) mit den Themen Ökonomie, Ökologie und Soziales. Bei der Entwicklung unserer Kollektionen ist uns die Erhaltung der Natur und die Nutzung der natürlichen Ressourcen in einem ausgewogenen Verhältnis sehr wichtig. Wir setzen nach wie vor am liebsten auf Naturfasern, die wir als GOTS-zertifiziertes Unternehmen aus kbT (kontrolliert biologischer Tierhaltung) und/oder kbA-Stätten (kontrolliert biologischer Anbau) beziehen. Am Beispiel unserer aktuellen Kollektion für den Herbst/Winter zeigt sich, dass wir lediglich 2% Plastikfasern verarbeitet haben. Als wir dann den Guppyfriend-Waschbeutel entdeckt haben, waren wir mehr als happy diesen fortan für das Waschen von dem kleinen Anteil synthetischer Fasern innerhalb unserer Kollektion anbieten zu können. Denn das Thema Wasser und Wasserverschmutzung ist definitiv ein großes CLEANUP-Thema. Die Weltmeere sind voller Plastik, dessen müssen wir uns bewusst sein. Genauso müssen wir uns bewusst machen, dass es in unserer Hand liegt, etwas dagegen zu unternehmen - und das kann jeder für sich selbst tun. Wir tun dies maßgeblich in Sachen Textil-Ausrüstung, wozu auch die Färbung von Textilien zählt. Wir richten uns hier nach dem GOTS-Standard, der unbedenklichen Textilhilfsmittel und Färbestoffe auflistet. Hier sind mittlerweile über 3000 Farbstoffe von Zertifizierungsstellen zugelassen. Bei unseren Produzenten vergewissern wir uns zudem über ein entsprechendes Wasser-Aufbereitungs- und Kläranlagen-System. Denn selbst unbedenkliche Farbstoffe sollten nicht einfach ins Wasser abgeleitet werden.  

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Wir hoffen, Sie mit diesem kleinen Einblick und Überblick zum CLEANUP DAY etwas inspiriert zu haben und vielleicht erzählen Sie heute, oder in den kommenden Tagen auch jemanden von diesem Tag, der sicherlich nicht zum letzten Mal in Deutschland stattgefunden hat.

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