Travel Journal - India

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Anfang November stand uns eine aufregende Reise bevor auf die wir uns lange gefreut und vorbereitet haben. Gemeinsam mit Claudia Lanius, die nicht nur Gründerin von LANIUS, sondern auch meine Mutter ist, ging es nach Indien! Dabei stand kein Familienurlaub auf dem Programm – wir wurden von der bioRe®-Stiftung, mit der wir nun schon seit vier Jahren zusammenarbeiten, zum Open House Day eingeladen. Jedes Jahr findet dieser „Tag der offenen Tür“ in der zentralindischen Provinz Madhya Pradesh statt – und genau von dort beziehen wir unsere Bio-Baumwolle für die LANIUS Basic-Shirts. (Sehen Sie hier einen Videobeitrag der Reise)

Claudia Lanius nahm bereits 2014 mit großer Begeisterung daran teil und somit war LANUS bereits zum zweiten Mal vor Ort und konnte sich von der Arbeit der bioRe®-Stiftung überzeugen, da den Abnehmern der Bio-Baumwolle ein genauer Einblick hinter die Kulissen des Anbaus gewährt wird. Ich freue mich sehr, Sie heute in diesem Travel Journal mit auf unsere Reise zu nehmen und Ihnen das bunte indische Leben zu veranschaulichen und mehr über den Anbau von Bio-Baumwolle zu erzählen. 

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04.11.2017 – Ankunft in Mumbai 

Vom trüben kalten Köln fliegen wir über Frankfurt in die tropische Großstadt Mumbai. Draußen angekommen erwarten uns um 2:00 nachts Ortszeit noch 30 Grad und unser persönlicher Fahrer. Auf den Straßen Mumbais herrscht reger Verkehr, den unser Fahrer gelassen kommentiert: „Mumbai never sleeps.“

Mumbai, bis 1996 offiziell Bombay, ist die wichtigste Hafenstadt des Subkontinents. Die tropische Hitze auf den lauten vollen Straßen der Großstadt trifft auf viel zu kalte klimatisierte Räume der großen Hotelanlagen. In dieser Stadt leben ca. 20 Millionen Menschen - Hindus, Muslime, Christen, extreme Armut und extremer Reichtum treffen auf 600km2 zusammen. Das entspricht 0,03m2 Raum pro Person. Diese unglaubliche Bevölkerungsdichte ist überall auf den Straßen zu spüren und macht aus deutscher Sicht einen sehr chaotischen Eindruck. Es scheint aber, als würde gerade dieses „Chaos“ die unglaubliche Kreativität der indischen Bevölkerung nähren. Hinzu kommen die extremen Gerüche, die so verschieden sind, wie die Vielfalt der Gewürze der indischen Küche. Aber nochmal zurück zum Anfang… 

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Slumdog Millionär – In der Stadt der großen Gegensätze

Bei unserer nächtlichen Fahrt vom Flughafen erstaunen mich besonders die Tuk Tuks – Rikscha-Taxis auf drei Rädern, die am Straßenrand parken. Kilometerlang stehen sie dort, eins nach dem anderen und in fast jedem Tuk Tuk übernachtet der Fahrer. Kopf und Füße gucken oft aus dem Wagen. Wir passieren den Slum, in dem der erfolgreiche Film „Slumdog Millionär“ gedreht wurde. Das sind die ersten echten Bilder, die ich von der Armut in Indien sehe. Sie prägen das Stadtbild und versinnbildlichen die Ungleichheit der Stadt. Bis heute ist es in Indien nicht üblich, die Kaste, in die man hineingeboren wird, zu verlassen. Das heißt Bildung, bestimmte Berufswege, oder eine Heirat in eine höhere Kaste bleiben verschlossen, ganz egal wie schlau, kompetent, oder verliebt man ist. Der Weg vom „Slumdog“ zum Millionär bleibt hier oft ein Traum. 

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05.11.2017 – Ein wenig Tuk Tuk- & Sightseeing-Time muss sein

Das Hotel ist sehr sauber und großzügig angelegt. Am Pool gewöhnen wir uns an Hitze, Zeitumstellung und verarbeiten die ersten Eindrücke der letzten Nacht. Lange halten wir es aber so untätig nicht aus und machen uns auf zu einem kleinen Sightseeing-Trip. Zur nächstgelegenen Sehenswürdigkeit, der kolonialen Kirche Mount Mary, sind wir 30 Minuten mit dem Tuk Tuk unterwegs. Kühe, die von den Hinduisten als heilige Tiere verehrt werden, laufen gemütlich neben uns her und sind im lauten Straßenverkehr kein seltener Anblick. 

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An der Mount Mary Kirche angekommen, sind wir begeistert von der warmen Abendsonne. Ich hole meine Kamera heraus und wir werden prompt angesprochen und um ein Selfie gebeten. Und es bleibt nicht bei diesem einen Mal: Nach einem Blick in die katholische Kirche, spazieren wir den Hügel hinunter zu Taj Lands End, einer Mondlandschaft, die sich als Aussichtspunkt für hunderte Inder zum Bestaunen des abendlichen Sonnenuntergangs herausstellt. Kaum haben wir uns dazu gesetzt, wird mir auf die Schulter getippt und wir werden wieder um ein Selfie gebeten. Wir machen eine Weile Fotos mit wildfremden Menschen und gehen dann weiter die Promenade entlang. Gefühlt begegnet uns kein einziger Tourist. 

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06.11.2017 – The Money Brothers

An unserem zweiten Tag in Mumbai zieht es uns in die Altstadt, um das Gandhi Museum zu besichtigen und weitere historische Gebäude aus der Kolonialzeit, die von 1858 – 1947 andauerte. 

Wir sind etwas entgeistert als unser Taxi vorfährt: Dellen hier, Kratzer da und ein Taxifahrer, der seit 1961 seinem Beruf nachgeht. Kaum fahren wir aus der Hoteleinfahrt, fällt der Rückspiegel ab! Schnell kommen wir mit unserem Taxifahrer ins Gespräch - über sein Leben, seinen Job und die Stadt. Fast am Ziel angekommen, fahren wir an einem großen gläsernen Gebäude vorbei, welches sich von den anderen Gebäuden der Stadt deutlich abhebt. Ich könnte schwören, dass ich einen goldenen Tron auf einer der Terrassen gesehen habe. Unser Fahrer weiß Bescheid und erzählt uns, dass dort lediglich eine Familie lebt: die Familie Ambani. Das muss ich sofort nachrecherchieren und finde heraus, dass Mukesh D. Ambani (* 19. April 1957 in Aden) Vorstandsvorsitzender der Petrochemiefirma Reliance Industries ist. Mit einem Vermögen von 40,1 Milliarden Dollar steht Ambani aktuell auf Platz 19 in „The World's Billionaires-List“ des Forbes Magazine. Ambani und seine beiden jüngeren Brüder (darunter Anil Ambani) sind die Söhne des Firmengründers von Reliance, Dhirajlal Hirachand Ambani und werden von der Bevölkerung nur die „Money Brothers“ genannt. Ende 2010 bezog Ambani sein Privathaus „Antilia“ im Zentrum Mumbais, an dem wir gerade vorbeigefahren sind. Das Haus ist 173 Meter hoch und bietet auf 27 Etagen 37.000 Quadratmeter Platz. Nach Angaben eines Sprechers Ambanis liegen die Baukosten bei 50 bis 70 Millionen US-Dollar.

Mir stockt der Atem: Für mich ist dieses strahlende, futuristische Gebäude - umgeben von der lauten dreckigen Großstadt - die Versinnbildlichung der sozialen Ungleichheit in Indien. 

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Mahatma Gandhi gegen Unterdrückung und soziale Ungerechtigkeit

Gandhi gilt als herausragender Vertreter im Freiheitskampf gegen Unterdrückung und soziale Ungerechtigkeit. Das heutige Gandhi-Museum war von 1917 bis 1934 Mahatma Gandhis’ Hauptquartier im damaligen Bombay. Somit steht dieses Gebäude auch für den einzigartigen indischen Freiheitskampf. Sollte es Sie einmal hierhin verschlagen, werden Sie hier Briefe lesen können, die Gandhi an Adolf Hitler, Roosevelt und Tolstoi geschrieben hat. Diese Briefe haben mir einen ganz neuen Blickwinkel auf Gandhis Weltbild verschafft. 

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Das Wohn- und Arbeitszimmer Gandhis befindet sich im zweiten Obergeschoss. Die Einrichtungsgegenstände von damals sind noch im Original erhalten. An dieser Stelle bekam Gandhi den ersten Unterricht im Spinnen. Das Spinnen wurde für ihn - und ganz Indien - zu einem Symbol der wirtschaftlichen und politischen Unabhängigkeit. Durch das Spinnen fanden die Armen in Indien eine Arbeit und konnten sich eigene Kleidung herstellen. Das Spinnen wurde zudem zur Grundlage, um britische Kleidung während der Kolonialherrschaft boykottieren zu können. Als Zeichen der Souveränität schmückt noch heute ein Spinnrad die indische Nationalflagge.

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Der Sog der Victoria Terminus 

Nach unserem Besuch im Museum laufen wir weiter durch die großen Straßen von Mumbai. Links von uns liegt ein Cricketplatz - natürlich nur für Clubmitglieder, rechts von uns die Deutsche Bank, und um uns herum hunderte Menschen auf dem Weg zum Hauptbahnhof - der Victoria Terminus.  Da der historische Bahnhof auch auf unserer Sightseeing-Liste steht, ergeben wir uns dem Sog und lassen uns treiben. Wir werden belohnt, denn als wir ankommen wird der Hauptbahnhof mit vielen bunten Lichtern angestrahlt. Wir wagen auch einen Blick hinein und sind begeistert von den vielen Menschen und der Architektur, nur wieder heraus zu kommen ist gar nicht so einfach. 

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07.11.2017 – Natural Beauty

Am Dienstag besuchen wir eine natürliche Färberei. Den Kontakt hat Claudia Lanius bereits bei ihrem letzten Besuch in Indien geknüpft. Die Produktion ist wie eine kleine kreative Oase inmitten einer tobenden Großstadt. Seiden- und Baumwoll-Stoffe werden hier von Hand mit Blumen aus den Tempeln und anderen natürlichen Rohstoffen gefärbt. Zunächst werden die Blumen von einem der größten Tempel Mumbais aufgesammelt, dann werden die Blätter abgetrennt und getrocknet. Mit verschiedensten Techniken wird dann der Stoff gefärbt, gesteamed, getrocknet, gewaschen und wieder getrocknet, gebügelt und verpackt. Alles per Hand! Wir sind von dieser nachhaltigen Handwerkskunst tief beeindruckt. Wir dürfen fertige Schals für ein namhaftes amerikanisches Unternehmen bestaunen: alle per Hand gefärbt –alle im gleichen Muster. Wie lange das gedauert hat, können wir nur erahnen. Die Produktion beeindruckt: Sie ist nicht zertifiziert, und sie entspricht sicher nicht dem deutschen Standard, dafür ist sie bunt, kreativ und lebensfroh. Die Inhaberin steht für ihre Mitarbeiter ein und sieht sich als Unternehmerin in der Pflicht, ihre Mitarbeiter gerecht zu bezahlen. Für kleine Produktionen wie diese ist es schwierig, sich oder ihre Produkte zertifizieren zu lassen, gerade wenn der Farbstoff - aufgesammelte Blüten aus Tempeln - nicht nachweisbar aus kontrolliert biologischem Anbau stammen, sondern „lediglich“ wiederverwendet werden. Wir sind trotzdem begeistert von dem nachhaltigen Geist, der hier herrscht. In unserer Frühjahr/ Sommer Kollektion 2019 freuen wir uns, Ihnen erstmalig exklusive handgefärbte Lieblingsteile aus dieser Produktion zu präsentieren. 

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08.11.2017 – Keep Calm and Carry On 

Ok, zugegeben - es war unsere eigene Schuld: Den Straßenverkehr zum Flughafen vollkommen unterschätzend treffen wir drei Minuten zu spät am Schalter ein. Das Ergebnis: Wir werden nicht mehr weitergelassen und verpassen unseren Flug nach Indore und somit auch das Treffen mit unserem neuen Bettwäscheproduzenten! Tief durchatmen – für den nächsten Flug am Abend, der fast ausgebucht ist, ergattern wir noch zwei Tickets. 

In Indore angekommen fahren wir mit den restlichen Teilnehmer der Open House Days gemeinsam ins Camp der bioRe®-Stiftung. Zu den Teilnehmern am Open-House-Day gehören vor allem Abnehmer der bioRe®-Baumwolle und Mitarbeiter der Remei AG.

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Die bioRe® Stiftung wurde 1997 als eigenständige gemeinnützige Stiftung gegründet und wird vom unabhängigen Stiftungsrat geführt. Der Zweck der Stiftung ist die Förderung des Biolandbaus als nachhaltige Lebensgrundlage von Bauernfamilien. Sie unterstützt den Infrastrukturaufbau in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Existenzsicherung, und fördert die Partizipation der Bauerngemeinschaften mit menschenrechtsbasiertem Ansatz. 

Das Qualitätslabel bioRe® zeichnet fair produzierte Textilien aus Bio-Baumwolle aus. Die Baumwolle stammt aus den Bio-Baumwoll-Anbauprojekten der bioRe®-Stiftung in Indien und Tansania. Entlang der gesamten Produktionskette bestimmen die fünf bioRe®-Werte die Arbeitsweise sämtlicher Partner:

  1. Biologische Baumwolle
  2. Faire Produktion
  3. Ökologisch und hautfreundlich
  4. CO2-neutral
  5. Rückverfolgbar bis zum Anbau

Die in der Schweiz ansässige Remei AG koordiniert die Produktion nachhaltiger Textilien aus bioRe®-Baumwolle und begleitet den Produktionsprozess von der Maßtabelle bis zur Auslieferung. Entlang der transparenten Produktionskette erfüllen alle Stufen der Produktion die fünf Werte des Qualitätslabels bioRe®. Zu den Kunden der Remei AG gehören neben LANIUS u.a. die Marken wie Mammut und Elkline sowie Händler wie Grüne Erde und Coop Schweiz mit dem Label Naturaline.

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09.11.2017 – Open House Day 1 

Wir haben im bioRe®-Training Center übernachtet, in dem die Bio-Baumwoll-Bauern hinsichtlich des Anbaus von Bio-Baumwolle geschult werden und weiter an der Verbesserung der Anbautechniken geforscht wird. Hierzu gehören Forschungsprojekte, wie die Evaluation von Baumwollsaatgut. Ziel des Saatgutprojekts ist es, den Bauern qualitativ hochwertiges, biologisches und gentechnisch unverändertes Saatgut bereitstellen zu können. In einem Langzeit-Systemvergleich hat die bioRe®-Stiftung herausgefunden, dass Bio-Baumwolle gegenüber dem Gentech-Anbau konkurrenzfähig ist. Über einen Zeitraum von zehn Jahren wurden biodynamische, biologische, sowie konventionelle Landwirtschaft mit gentechnisch verändertem Saatgut miteinander verglichen. In Feldversuchen testete das Forschungsteam mit den Bauern zudem verschiedene ökologische Methoden, wie etwa die biologische Schädlingsbekämpfung. Die systematische Einbindung der Bauern in die Feldversuche ermöglicht eine praktische Wissensvermittlung. Es hat sich herausgestellt, dass Gentechnisch veränderte Baumwolle zwar ertragreicher ist, jedoch mit höheren Produktionskosten einher geht. 

Uns werden die Ergebnisse der Studie und die Werte sowie Herausforderungen der Stiftung bei einem Rundgang durch das Training Center stolz präsentiert. Wir werden durch die Demo Felder geführt, und besichtigen die eigene Weberei, die als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die Frauen der Bio-Baumwoll-Bauern gegründet wurde. Dann werden uns die unterschiedlichsten Arten zur Herstellung von Kompost nähergebracht. 

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Danach geht es mit Bussen vom Demo-Feld zu einem der „echten“ Felder im Dorf Kawada. Hier erwartet uns schon das ganze Dorf im feinsten Zwirn! Jeder Bauer sowie sein Ertrag, wird von der Stiftung erfasst und getrackt, welches auch für Sie, als Kundin, die Rückverfolgbarkeit der Baumwolle in jedem T-Shirt bis zum Bauern möglich macht! Unter www.remai.ch können Sie den Traceability Code eingeben, welchen Sie auf Ihrem Einnähetikett finden und den Weg Ihres Kleidungsstücks vom Anbau der Bio-Baumwolle über sämtliche Produktionsstufen bis zum fertigen Produkt zurückverfolgen.

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Nach einer Mittagspause auf dem Feld, fahren wir ins nächste Dorf Kakadkhodri. Es ist ein kleines buntes Dorf, durch das eine angenehme Brise weht. Stühle und ein Sonnenschutz stehen für uns bereit. Eine Gruppe Frauen erklärt uns ihre Aufgaben im Anbau von Bio-Baumwolle, welche hauptsächlich in den verschiedenen Arten der Schädlingsbekämpfung liegen. 

Um die Fruchtbarkeit des Bodens zu erhalten, und den Schädlingsbefall im Vergleich zu Monokulturen zu minimieren schließt der Biolandbau eine kontinuierliche Fruchtfolge ein. Diese trägt einerseits zur Stabilisierung der Selbstversorgung der Bauernfamilien bei. Andererseits ermöglicht sie darüber hinaus die Vermarktung gewisser Ernten, beispielsweise Soja, wodurch sich den Bauernfamilien ein Nebenerwerb eröffnet.

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Verabschiedet werden wir mit zwei traditionellen Liedern.

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Wieder im Camp angekommen sehe ich mich nochmal allein in Ruhe um, kaufe einen Schal in der Weberei und ruhe mich im Zelt etwas aus. Zum Abschluss des Tages wird uns ein traditionelles vegetarisches Abendessen auf der Wiese bereitet. Es gibt sogar ein kaltes Bier, was gar nicht so einfach zu bekommen ist auf dem Land in Indien. 

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10.11.2017 – Open House Day 2

Am zweiten Tag fahren Claudia Lanius und ich alleine los in das Dorf Talapura, in der die Schule steht, die LANIUS durch den Verkauf unserer Charityshirts finanziert. Claudia hat die Schule im Jahr 2014 zuletzt besucht. Zu diesem Zeitpunkt war das Gebäude noch aus Lehm und jetzt dürfen wir das neue Gebäude aus Stein bestaunen - mit zwei Klassenräumen. Die Lehrerin ist immer noch die gleiche und hat mit dem neuen Gebäude eine weitere Lehrerin als Unterstützung für den zweiten Klassenraum dazu bekommen. Wir sind begeistert diese Entwicklung live sehen zu dürfen! Das ganze Dorf begrüßt uns, wir nehmen am Unterricht teil und können den Besitzer des Grund- und Bodens, auf dem die Schule umsonst errichtet werden durfte, kennenlernen. Für die kleinen Kinder aus den umliegenden Dörfern ist unsere Schule die einzige Möglichkeit auf Bildung und eine Alternative zum Arbeiten auf dem Feld und im Dorf. Seit 2006 unterstützt die bioRe®-Stiftung Kinder in ländlichen Gegenden Indiens, die sonst keinen Zugang zu Bildung erhalten würden. Mit dem Ziel, benachteiligten Kindern durch Schulbildung mehr Zukunftschancen zu eröffnen.

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Auf dem Weg in die große bioRe®-Public School begegnen wir einer Gruppe Frauen, die mit ihren Kamelen, Kindern und Ziegen bereits 100erte Kilometer zurückgelegt haben – auf dem Weg zu neuen Weideflächen für die Tiere.

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Die bioRe®-Public School im Dorf Ojhara-Gopalpura wird von dem Unternehmen Coop aus der Schweiz finanziert. Die Schule unterrichtet nicht nur Kinder von der ersten Klasse bis zur Oberstufe, sondern bildet auch Autotechniker und Elektriker aus und gibt Näh- sowie Computer-Unterricht. 

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Ein Krankenhaus auf Rädern

Die nächste Station ist die bioRe® Mobile Health Unit, ein Krankenhaus auf Rädern, welches gerade auf einem Dorfplatz Halt gemacht hat. Jeder darf kurz mal reinschauen. Viel Platz ist in dem Bus nicht. Ich sehe, wie ein Arzt einem Mann mit Kind auf dem Arm das Röntgenbild vom Arm des Kindes zeigt und deutlich macht, dass der Arm gebrochen ist. 

Seit 2006 bietet der Gesundheitsbus im ländlichen Indien der Gemeinschaft eine medizinische Grundversorgung. Lokale Ärzte begleiten den Bus in die Dörfer und bieten Diagnose-Möglichkeiten an. Außerdem werden spezielle Gesundheitstage durchgeführt, an denen Krankheiten gezielt behandelt werden können.

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Der letzte Programmpunkt auf unserer Reise auf dem Weg zum Flughafen ist die Entkernungsfabrik. Hier kommt die Baumwolle aus den umliegenden Anbaugebieten an und wird nach Sorte getrennt auf riesigen Bergen angehäuft, gehackt, entkernt und zu Ballen gepresst. Es ist ein wunderbares Erlebnis zwischen diesen weißen Bergen, der Bio-Baumwolle zu stehen. 

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11.11.2017 - Vom bunten Indien ins jecke Köln! 

Nach einer langen Reise mit dem Bus zum Flughafen in Indore, von Indore nach Mumbai und von Mumbai nach Frankfurt, staunen wir nicht schlecht schon um 8 Uhr morgens am Bahnhof in Frankfurt die ersten verkleideten Jecken auf dem Weg zum Kölner Hauptbahnhof zu treffen, denn es der 11.11.17, der Start der Karnevals-Saison in Köln. Wie vielfältig die Welt doch ist. 

Wir hoffen, unser Travel Journal INDIA hat Ihnen gefallen. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

 

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  • Begeisterung

    Tolles tiefes Thema und so wichtig für unsere Welt aktuell weiterzudenken beim Konsum.

  • Toller Bericht

    Es ist doch schön zu sehen wie Nachhaltigkeit funktionieren kann und jeder davon profitiert.Es sind wirklich atemberaubende Bilder,danke dafür

  • Coole Shirts

    Wundervolle Shirts! Ich würde sehr gerne eins für meine liebe Freundin Lena und mich gewinnen! Vielleicht haben wir Glück!?

  • Toll zu lesen

    Sehr interessanter Bericht! Ich bin noch nicht dort gewesen und es ist mir gerade wieder bewusst geworden wie gut es uns geht. Die Gegensätze sind schon sehr extrem...

  • Ein wirklich toller Bericht

    Nachhaltigkeit ist sooo wichtig. Es gibt keinen Planeten B!

  • Danke für euren Einsatz!

    Jeder kann etwas für unsere Welt und ihre Zukunft tun. Schön, dass ihr euch mit diesem Projekt dafür einsetzt.
    Ich würde mich freuen, mit dem T-Shirt meinen Freunden von eurem Projekt erzählen und sie auf Nachhaltigkeit sensibilisieren zu können.

  • spannende Reportage

    Tolle Einblicke, die man durch diesen Beitrag kriegt! :)
    Gerne auf alle Fälle mehr davon :)

  • Toller Bericht

    Ein wichtiger Beitrag zum Schutz und Erhalt unseres Planeten.

  • Informativ

    Ein toller Bericht und man erfährt viele interessante Informationen, vor allem für mich als Lehrerin ist es schön zu sehen, wie die Kinder in ihrem Lernen unterstüzt werden.

  • Tolles Shirt, klasse Aktion

    Schön zu sehen, dass es möglich ist schöne Kleidung nachhaltig zu produzieren und alle davon profitieren können. Weiter so!

  • Faszinierendes Indien

    Wie beeindruckend muss die Reise nach Indien gewesen sein und wie gern wäre ich dabei gewesen! Diese Gegensätze die man dort erlebt müssen sehr eindrücklich und bewegend sein...

  • Danke für den Bericht

    Nachhaltigkeit sollte uns alle viel mehr interessieren! Danke für die wirklich guten Bericht!
    LG Ilka :-)

  • Hoffnung

    Solche Entwicklungen machen mir Hoffnung - auf eine faire WElt, vielleicht sogar irgendwann auf ein wenig Weldfrieden. ein toller Bericht und ein ganz schönes Abenteuer.

  • Super Reisebericht

    Schön zu sehen, dass es Firmen gibt die nicht "green-washing" für ein schönes Image betreiben, sondern Nachhaltigkeit als Firmen-Philosophie authentisch leben! Toller Reisebericht und spitzenmäßige Projekte!!

  • Schön!

    Ein wirklich toller Bericht!

  • Interessant

    danke für den ausführlichen Bericht. Ich finde es toll, dass Ihr so um Qualität und Herkunft der Rohstoffe bemüht seid.
    Gerne möchte ich auch an Eurer Verlosung teilnehmen und für meine beste Freundin und mich gewinnen

  • Spannender Bericht

    Farbenfrohe Bilder mit ernstem Hintergrund. Super dass es solche tollen Projekte von bio-Re gibt.

  • Toller Bericht

    Sehr wichtiges Thema und ein toller Bericht, den ich mit großem Interesse gelesen habe, denn ich finde Nachhaltigkeit äußerst wichtig, genauso wie meine Zwillingsschwester.

  • Bereicherung

    Danke für diesen ausführlichen Bericht und die wunderbaren Fotos. Lanius macht wirklich schöne Kleidung aus der guten Baumwolle und daher würde ich gern das T-Shirt (nein, sogar zwei!) gewinnen :)

  • Spannender Bericht der Hoffnung macht

    Ein wirklich wundervoller Bericht, der Hoffnung macht! Ich finde es super spannend einen Blick „hinter die Kulissen“ zu bekommen.
    Vielen Dank auch für das tolle Gewinnspiel. Falls ich Glück haben sollte, würde ich gerne eins meiner Schwester schenken.

  • Informativ

    Toller und interessanter Bericht :)

  • Danke!

    So bewegend, so wichtig... Überlebenswichtig. Danke für Eure Arbeit, Euer Engegament, Eure schöne Kleidung mit dem schönen guten Gewissen!..

  • Soziale Verantwortung

    Transparenz in der Herstellung ist so oft nicht gegeben - danke dass ihr zeigt, wie es geht!

  • Super spannender Bericht!

    Wichtiges Thema super rüber gebracht!! :)

  • Beeindruckend

    Ein sehr interessanter und beeindruckender Bericht mit wunderbaren Photos!

  • Toller Bericht

    Wir alle müssten viel bewusster einkaufen und nicht unkontrolliert Hauptsache schon wieder was neues .

  • Fernweh

    Fernweh on! Vielen Dank für diesen schönen Bericht inklusive toller Fotos.

  • Spannend!

    Ein spannender Reisebericht! Erinnert mich daran, dass man Slumdog Millionaire mal wieder schauen könnte.

  • Danke!

    Super Sache! Ich bin sehr glücklich, zu sehen dass es doch möglich ist, schöne Kleidung zu tragen, und keinem damit zu schaden. Daumen hoch !

  • Beeindruckend

    Ein sehr interessanter und beeindruckender Bericht mit wunderbaren Photos!

  • Transparenz und Glaubwürdigkeit

    Schon seit Jahren bin ich ein Fan der Firma Lanius. Es ist wichtig, es richtig zu machen. Lanius hat Erfolg mit ihrem Schaffen und ich wünsche mir, dass es so weiter gehen wird.

  • Berührend -Echt -Ehrlich

    Vielen Dank für diesen tollen Beitrag! Man merkt einfach, wie euch dieses Thema am Herzen liegt. Und vielen Dank auch dafür, dass ihr uns sozusagen ein Stück mitnehmt auf eure Reise und interessante Einblicke vermittelt.

  • Toller Bericht!

    Super interessant und toll geschrieben! Spitzen Aktion! Und das Shirt gefällt mir auch! Beide Daumen hoch!

  • Die Glücksfee war da:

    Herzlichen Glückwunsch liebe Claudia Köhler, Sie haben die beiden Charityshirts "INFINITY"gewonnen. Bitte senden Sie eine Mail mit Größenwunsch und Postadresse an k.ley@lanius.com.

    Vielen lieben Dank an alle, die teilgenommen haben. Wir haben uns riesig über die rege Teilnahme gefreut.