Blue Friday statt Black Friday!

Überall begegnet es uns und darauf zu verzichten fällt schwer: Plastik. Nach Steinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit und Neuzeit, leben wir heute in der Plastikzeit – dem Zeitalter von Plastik. Die Produktion von Plastik-Kunststoffen, die hauptsächlich aus der Ressource Erdöl hergestellt werden, begann im 20. Jahrhundert. Die Vorteile sind dabei für die Industrie so überzeugend, wie die Nachteile von Kunststoff für die Umwelt verheerend sind. Plastik ist hart und leicht, dabei biegsam oder auch widerstandsfähig. Es kann transparent oder blickdicht sein und es ist sehr günstig. Somit ist es für alle Branchen ein interessanter Werkstoff. Vor allem in der Medizin, der Gebäudetechnik und der Luftfahrt wären ohne Plastik innovative Lösungen nicht umsetzbar gewesen. Gleichzeitig ist Plastik zur größten Belastung unserer heutigen Umwelt und mit großer Wahrscheinlichkeit auch für die nächsten Jahrhunderte geworden. Denn: Plastik ist nicht biologisch abbaubar. Der Kunststoff zerfällt in viele kleine Teile – das sogenannte Mikroplastik. Bei dem Zersetzungsprozess werden gebundene chemische Giftstoffe freigesetzt, die – wenn sie einmal in unsere Nahrungskette, oder die von Tieren gelangt sind – krank machen. Neben diesen kleinsten Kunstoffpartikeln sind es die großen Plastikabfälle im Meer, die das Ökosystem bedrohen.

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150 Millionen Tonnen Plastikmüll treiben nach aktuellen Schätzungen in den Weltmeeren und auch sie erzeugen früher oder später Mikroplastik, da sie in den Meeresströmen häufig jahrzehntelang umherwirblen und durch Reibung und Lichteinfluss in kleinere Stücke zerfallen. Doch der Zerfall hat nichts mit Abbau zu tun: bis eine Plastikflasche wirklich zerfällt vergehen laut Umweltbundesamt 450 Jahre. Bei einer Wegwerfwindel oder einer Angelschnur sind es 600 Jahre. Nylon-Schnüre sind ein besonderes Problem, da aus ihnen Fischernetze gemacht werden. Und diese gehen häufig im Meer verloren, was ihnen den Titel "Geisternetze" eingebracht hat. Die Netze machen nach neuesten Studien zwischen 30 - 50% des Meeresplastiks aus. Da Tiere sich in ihnen verfangen oder sie als Nahrung aufnehmen und daran verenden können, stellen Geisternetze für viele Arten eine Bedrohung dar.

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Genau an dieser Stelle möchten wir heute einen "Cut" machen – auch wenn es schwer fällt, da das Thema Plastik so groß ist, dass man immer tiefer in die ausgelösten Prozesse und Kreisläufe eintauchen könnte, um das gesamte Ausmaß zu erfassen. Als nachhaltiges Modelabel beschäftigen wir uns in vielerlei Hinsicht mit Plastik und werden Sie schon bald mit weiteren Informationen zum Thema #NOPLASTIC versorgen. 

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Heute aber möchten wir uns anlässlich des anstehenden Black Friday am 23. November 2018 – einem Tag, den viele nur noch mit Rabatten und Preisschlachten in Verbindung bringen – der Blue Friday Initiative anschließen und speziell etwas gegen die erwähnten Geisternetze unternehmen. Statt Ihnen an diesem Freitag einen Rabatt zu schenken, werden wir 10% der Summe Ihres Einkaufs an HEALTHY SEAS  spenden für ihre Arbeit in unseren Weltmeeren. HEALTHY SEAS ist ein Joint-Venture unterschiedlicher NGOs und Unternehmen, die alte Fischernetze einsammeln und einen essentiellen Beitrag in der Säuberung der Meere leisten: Sie ermöglichen den Meeresbewohnern ihren Lebensraum zu erhalten. Die Fischernetze werden dann nicht etwa wieder weggeschmissen, sondern weiterverarbeitet – von der Aquafil-Gruppe, die als Resultat jahrelanger Forschungsarbeit die synthetische Garn-Innovation ECONYL® entwickelt hat. Für ECONYL® werden im Zuge eines komplexen Regenerationsprozesses Nylonabfälle wieder in die Ausgangsstruktur zurückversetzt und es entsteht eine zu 100% regenerierte Nylonfaser aus Fischernetzen und anderem Nylonabfall. Mit jeder Tonne gesammelter Fischernetze, die wieder aufbereitet wurde, kann somit Garn für mehr als 26.000 Paar Strümpfe hergestellt werden. Im Zuge unserer LANIUSxKUNERT Kooperation verwenden wir nun schon seit 2 Jahren ECONYL® für unsere beliebten Strumpfhosen. 

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Nun ist es an Ihnen: Haben Sie schon länger ein LANIUS Lieblingsteil ins Auge gefasst? Online, oder in einem unserer 5 Stores in Köln und Zürich? Dann warten Sie noch bis Freitag, 23. November 2018. Sie erhalten zwar keinen Rabatt, aber Sie tragen mit Ihrem Einkauf automatisch dazu bei, etwas für unsere Weltmeere zu tun. 

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