Hanf

die wichtigste Nutzpflanze


Allgemeines

Hanf / engl.: hemp / Abkürzung: HA

Hanf ist der Überbegriff für die gesamte Cannabis-Familie, in der es zahlreiche kultivierte und wilde Arten gibt. Sativa, der Nutzhanf, wird zur Fasergewinnung angebaut. Hanffasern werden zu textilen Stoffen verarbeitet. Die Farbpalette reicht von Cremeweiß über Braun- und Grauschattierungen bis hin zu Grün und Schwarz.

In manchen Teilen der Welt wird Hanf noch von Hand geerntet, überwiegend jedoch mit Maschinen. Die Pflanze wird etwa 2-3 cm über dem Boden abgeschnitten und anschließend zum Trocknen liegen gelassen.

Die Fasern werden traditionell durch Tauröste (Feldröste) bzw. Wasserröste aus den holzigen Stämmen herausgelöst, d.h. mittels natürlicher Bakterien, die aktiv werden entweder dank der Feuchtigkeit des Taus auf dem Feld oder durch Einweichen der Bündel in Wasser, meist in natürlichen Gewässern. Bei modernen Röstprozessen werden die Fasern mechanisch und unter Hitzeeinwirkung gelöst.

Herkunft: China, Indien, Russland, Rumänien

Quelle: Handbuch Naturfaserstoffe/ 2010


So handhaben wir das bei LANIUS in Sachen Hanf

Seit Jahren ist Hanf bei Lanius immer ein Thema, wir verwenden Hanf in einer Mischung mit Baumwolle. Die Trageeigenschaften der Kleidungsstücke sind hervorragend. Hanf ist das Naturtalent unter den Stoffen. Die robuste Faser kommt mit wenig Bewässerung aus, lässt sich unter geringem Energieaufwand bearbeiten und ist biologisch abbaubar. Seine Selbstreinigungskräfte ersparen den Einsatz von Pestiziden. Gleichzeitig ist Hanf von Natur aus hautfreundlich und antimikrobiell.

 


Das macht den Unterschied

Hanf ist ein wichtiger, nachhaltiger Rohstoff und wird oft als die wichtigste Nutzpflanze der Welt beschrieben. Es ist ungiftig, nachwachsend und verursacht keine Umweltverschmutzung. Die Pflanze wächst sehr schnell braucht deshalb von Natur aus kaum Unkrautbekämpfung und auch keine Pestizide, da sie nicht anfällig für Schädlinge und Krankheiten ist. Der Boden ist schon nach 100 Tagen wieder regeneriert und enthält ausreichend Nährstoffe und Stickstoff. Hanf trägt auch dazu bei, Bodenerosion zu verhindern und produziert große Mengen Sauerstoff. Das gibt die Gewissheit, dass Hanfkleidung nicht nur gut aussieht, sondern in jeder Hinsicht naturrein ist. In der Landwirtschaft wird Hanf mancherorts gerne als natürlicher Windschatten eingesetzt.

Quelle: Handbuch Naturfaserstoffe /2010

 


Pflege

Bei Hanf empfehlen wir ein Feinwaschmittel z.B. „texbio“ von der Firma Intervall, es ist besonders hautfreundlich und frei von Phosphaten, optischem Aufheller, Bleichmittel und es ist biologisch abbaubar. Die Farben Ihres Lieblingsteils bleiben lange leuchtend.

  • Nur anschleudern, nicht in den Trockner (Knittern).
  • Bei gefärbtem Hanf Waschhinweise beachten und mit Colorwaschmittel waschen.
  • Hanf immer gut anfeuchten.
  • Knitteranfällig.

Zu beachten sind aber jeweils die Symbole im Pflegeetikett in Ihrem Kleidungsstück.

Quelle: Greenpeace Magazine Textil Fibel 4 /2011