Wolle

wärmt erst das Schaf,
dann uns




Das macht den Unterschied

Nachhaltig und ökologisch. Und das stimmt auch aber nur bei etwa 1,5 % der weltweiten Wollproduktion! Denn das ist die geschätzte Jahresproduktion aus „kontrolliert biologischer Tierhaltung“ (kbT). „Jährlich werden etwa 1500 Tonnen tierischer Wolle aus rein ökologischer Haltung gewonnen.“

Die konventionell gehaltenen Merinoschafe werden mit Insektiziden behandelt, bekommen regelmäßig Antibiotika, auch präventiv, und leben in ständiger Überweidung, d.h. sehr viele Schafe auf sehr kleiner Weide. Zudem ist Genfutter erlaubt und wird genutzt. Bei der Weiterverarbeitung wird die Wolle chemisch gewaschen und ausgerüstet.

Um die Wolle weich oder waschmaschinenfest zu machen, werden ihr Silikone zugefügt, was zum einen der Haut schadet und zum anderen das Grundwasser erheblich verschmutzt. Um die Wolle bei der Lagerung und dem Transport vor Schädlingsbefall zu schützen, wird oft mit Mottenschutzmittel gearbeitet, welches das Nervengift Permethrin enthält.

Kontrolliert biologische Tierhaltung (kbT), beinhaltet den völligen Verzicht auf Insektizide, Pestizide, vorbeugende Medikamente, gentechnisch verändertes Futter sowie Hormon zu Fütterung. Zudem haben die Schafe ausreichend Platz auf der Weide, grasen gesunde Pflanzen von nährstoffreichem Boden. Die Wolle wird keinesfalls chemisch behandelt und sowohl bei der Lagerung als auch dem Transport werden keine Pestizide verabreicht – es wird streng darauf geachtet, dass die chemisch unbehandelte Wolle nicht mit konventioneller Wolle in Berührung kommt.

 


Pflege

Bei Wolle empfehlen wir das LANIUS Waschmittel von der INTERVALL Textilpflegemittel GmbH. Es basiert auf natürlichen Rohstoffen und enthält keinerlei Aufheller und Bleichmittel. Es ist in Flaschen aus recyceltem Material für uns speziell abgefüllt worden.

  • Wolle besitzt eine sehr gute mechanische Selbstreinigung, d.h. Schmutzartikel dringen kaum in die Fasern ein. Auch nimmt sie wenige Gerüche auf, wie z.B. Schweiß und schon nach kurzem Lüften verlieren Wollfasern unangenehme Gerüche und riechen wieder neutral und frisch.
  • Am besten liegend trocknen, in Form ziehen - nicht in den Trockner (kann Einlaufen).
  • Auf natürlichen Mottenschutz im Kleiderschrank achten (Zedernholz, Lavendel, Cadeöl).

Zu beachten sind aber jeweils die Symbole im Pflegeetikett in Ihrem Kleidungsstück. 

Quelle: Greenpeace Magazin Textil Fibel 4/ 2011