Seide

Das Naturprodukt Seide
ist eine der edelsten Fasern


Allgemein

Seide / engl.: silk / Abkürzung: SE

Das Naturprodukt Seide ist eine der edelsten Fasern und wird aus den Kokons der Seidenraupe gewonnen. Verschiedene Arten von Raupen produzieren unterschiedliche Seidenqualitäten. Es gibt zwei Gruppen von Seide: die echte Seide (Maulbeerseide) und die Wildseide (Tussahseide). Ein Falter, der Maulbeerseiden-Spinner erzeugt die Maulbeerseide. Der Name kommt von der Futterpflanze, dem Maulbeerbaum, dessen Blätter die einzige Nahrung für die Raupen darstellen. Die Raupen produzieren mit speziellen Drüsen ein sehr langes, feines Filament, welches sich mit bis zu 300.000 Windungen als Kokons um sie herumlegt. Die Raupe wird getötet bevor sie beim Schlüpfen den Kokon zerbeißen kann, damit die langen feinen Filamentfäden abgehaspelt werden können. Diese Fäden werden zu glatten Textiloberflächen verarbeitet.

Herkunft: China

Quelle: Handbuch Naturfaserstoffe/ 2010

 




Das macht den Unterschied

Je besser die Qualität der Nahrung desto besser die Qualität der Seide. 

Die Raupen verwandeln Maulbeerblätter in Körpersubstanz aus der sie anschließend wiederum den Kokon bilden. Sie sind sehr empfindlich für chemische Belastungen und benötigen qualitativ hochwertiges Futter. Bei schadstoffbelastetem Futter reagieren die Tiere direkt, indem sie sofort eingehen oder sich nicht richtig entwickeln. Deshalb wird auch für konventionelle Seide unbelastetes Futter verwendet.

Quelle: Bio-Seiden Produzent


Pflege

Bei Seide empfehlen wir ein Handwaschmittel z.B. „tenestar“ von der Firma Intervall, es ist besonders hautfreundlich und frei von Phosphaten, optischem Aufheller, Bleichmittel und es ist biologisch abbaubar. Die Farben Ihres Lieblingsteils bleiben lange leuchtend.

  • Kleidung aus Seide sollte immer von links bei mittlerer Hitze gebügelt werden und dabei möglichst noch etwas feucht sein.
  • Bei Kontakt mit Wasser, Deo und Parfüm ist Vorsicht geboten, denn es können unschöne Flecken entstehen, die nur schwer entfernbar sind.
  • Seide reagiert empfindlich auf Licht und neigt zum Ausbleichen.
  • Seide ist ein schlechter Leiter und deshalb bei kaltem Wetter angenehm zu tragen. Die niedrige Leitfähigkeit bedeutet aber auch, dass sie gerne am Körper „klebt“. Durch den menschlichen Körper fließt stets ein Quantum elektrische Energie. Seide neigt dazu, sich durch Reibung aufzuladen. Trockene Haut und Feinstrumpfhosen können diesen Effekt verstärken.

Zu beachten sind aber jeweils die Symbole im Pflegetikett in Ihrem Kleidungsstück.

Quelle: Greenpeace Magazin Textil Fibel 4/ 2011