Baumwolle

Baumwolle ist die bekannteste
unter den Naturfasern


Allgemeines

Baumwolle / engl.: cotton/ Abkürzung: CO

Die Baumwolle ist die bekannteste unter den Naturfasern und mit rund einem Drittel der weltweiten Faserproduktion die am häufigsten verwendete Textilfaser in der Bekleidungsindustrie. 

Die Baumwollfaser wird aus den Samenhaaren der Baumwollpflanze gewonnen. Sie eignet sich für Web- und Maschenware und kann zu sehr feinen, luxuriösen und hauchdünnen Stoffen wie Voile verarbeitet werden. 

Baumwolle ist aber auch deshalb so beliebt, weil sie zu besonders strapazierfähigen Stoffen werden kann, etwa Drell oder Canvas, oder auch zum demokratischsten aller Baumwollgewebe, nämlich Denim.

Herkunft: Türkei, USA, Indien, Peru, Tansania und China

Quelle: Handbuch Naturfaserstoffe/ 2010

 




Das macht den Unterschied

Weltweit werden 25 Millionen Tonnen konventionell angebaut, ca. 80% mittels gentechnisch manipuliertem Saatgut. Der Anteil der Biobaumwolle an der Gesamtproduktion liegt bei etwa 1,1%.

Beim konventionellen Baumwollanbau gibt es das Problem der unsachgemäßen Anwendung von Pestiziden. Der Anbau erfolgt unter künstlicher Bewässerung, verbunden mit einem hohen Wasserverbrauch. Ein derartiger Anbau kann zur Versteppung ganzer Regionen führen. Die Ernte erfolgt maschinell. Nach 3 Ernten ist der Boden ausgelaugt. Ein Ausgleich muss dann mit großen Mengen chemischer Düngemittel erfolgen. Außerdem schädigen der Einsatz von erdölbasiertem Mineraldünger und die häufig auftretende Bodenerosion das Klima.

Bio-Baumwolle wird nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus produziert. Die Umstellung zur biologischen Landwirtschaft und zum Biobaumwollanbau erfolgt in 3 Jahren. Im Gegensatz zum konventionellen Baumwollanbau ist der Einsatz von chemischen Pestiziden und Düngemitteln verboten. Für den Erhalt und die Verbesserung der natürlichen Bodenfruchtbarkeit wird einerseits mit Mist und Kompost gedüngt. Dadurch erhöht sich der Humusanteil des Bodens, der so mehr Wasser und CO2 speichern kann. Zusätzlich verringert sich die Erosionsanfälligkeit. Außerdem müssen die Bauern eine Fruchtfolge einführen, das heißt, die Baumwolle wird im Wechsel mit anderen Kulturen angebaut. Dies dient ebenfalls der Bodenpflege und beugt der Vermehrung von Schädlingen und Krankheiten vor. Auch die gleichzeitige Aussaat anderer Pflanzen vermeidet unnötigen Spritzmitteleinsatz. Bio-Baumwolle wird von Hand geerntet. Chemische Entlaubungsmittel die zur Erleichterung einer maschinellen Beerntung eingesetzt werden, sind verboten. Untersagt ist auch der Einsatz des Pflanzen- und Bienengiftes Roundup (Glyphosat) des US-Agrarkonzerns Monsanto sowie die Verwendung gentechnisch veränderter Pflanzen (die zum Teil extra Roundup-resistent gezüchtet wurden).

Quelle: ubb-Umweltbüro Berlin Öko Siegel für Textilien/ 2014

Quelle: Remei AG


Pflege

Bei Baumwolle empfehlen wir ein Feinwaschmittel z.B. „texbio“ von der Firma Intervall, es ist besonders hautfreundlich und frei von Phosphaten, optischem Aufheller, Bleichmittel und es ist biologisch abbaubar. Die Farben Ihres Lieblingsteils bleiben lange leuchtend.

Baumwolle liegt sehr weich und angenehm am Körper und kratzt nicht. Somit sollten sie die erste Wahl für Menschen mit einer empfindlichen Haut sein.

  • Bedruckte T-Shirts immer auf links drehen
  • Trocknen im Wäschetrockner möglich (kann Einlaufen)
  • Bügeln mit hohen Temperaturen möglich, bei Mischfasern eine niedrige Stufe wählen

Zu beachten sind aber jeweils die Symbole im Pflegeetikett in Ihrem Kleidungsstück.

Quelle: Greenpeace Magazin Textil Fibel 4/ 2011