Nachhaltige
Mode

Ökologische Materialien
treffen auf faire Arbeitsbedingungen.


Warum ist Nachhaltigkeit in der Modebranche so wichtig?

Auf diese Frage gibt es mehr als eine Antwort und wir möchten Ihnen die einzelnen Aspekte, worin sich die Relevanz von Nachhaltigkeit in der Modebranche manifestiert gerne verdeutlichen. Nachhaltigkeit, beziehungsweise der Prozess der nachhaltigen Entwicklung - denn als solchen begreifen wir den Weg hin zur Nachhaltigkeit - stützt sich auf das sogenannte Drei-Säulen-Modell bestehend aus den Säulen: Soziales, Ökologie und Ökonomie.

Zur Säule "Soziales" zählt zum Beispiel der "Arbeitsschutz", also die Arbeitsbedingungen der Textilarbeiter. Geregelte Arbeitszeiten und angemessene Vergütung sind innerhalb der textilen Massenproduktion meist nicht gesichtert. Das Resultat auf Seiten der Textilarbeiter ist ein Leben am Existenzminimum.

Der "Arbeitsschutz" steht in direkter Verbindung zur Säule „Ökologie“. Als Beispiel hier dient der weit verbreitete Einsatz von Chemikalien innerhalb der Bekleidungsindustrie. Um Kleidung auszurüsten, ihr also ein bestimmtes Finish und Erscheinungsbild zu verleihen, werden häufig chemische Inhaltsstoffe eingesetzt, die bei Hautkontakt oder Einatmen eine toxische Wirkung haben. Sie sind neben der gesundheitsschädigenden Wirkung zudem meist hochgradig Umweltschädigend, stellen eine Belastung für das Grundwasser dar, und/oder tragen zur Luftverschmutzung bei.

Eine weitere Säule hin zur nachhaltigen Entwicklung ist die "Ökonomie", also der Aspekt des nachhaltigen Wirtschaftens. Im Bereich der Bekleidungsindustrie ist hier der „bewusste Konsum“ zu nennen. Im Zuge der Globalisierung reagierte die Bekleidungsindustrie auf das gesteigerte Konsumverhalten der Gesellschaft durch das Prinzip der „Fast Fashion“: Mode, die in beschleunigter Massenproduktion hergestellt wird und zu niedrigen Preisen weltweit verkauft wird. Zwischen der Produktion eines Kleidungsstücks und dem Verkauf des Produkts im Handel liegen dabei meist nur zwei Wochen. Mode, die zum Mainstream wird. Ein Verbrauchsprodukt mit einem „Verfallsdatum“, da schon kurz darauf das Bedürfnis nach neuer Kleidung beim Konsumenten geweckt wird. Diese Massenproduktion steht dabei dem bewussten Konsum genau gegenüber und führt letztlich zu einem extremen Ressourcenverbrauch und Massentierhaltung - verbunden mit verheerenden Umweltbelastungen und menschenverachtenden Arbeitsbedingungen.

Die Lösung findet sich in der Nachhaltigkeit als zukunftsweisenden Prozess mit Rücksicht auf Mensch, Tier und Umwelt innerhalb der Bekleidungsindustrie. Slow Fashion ist die Gegenidee und fußt auf ökologischen Materialien und fairen Arbeitsbedingungen für Lieblingsteile, die einen nachhaltigen und langfristigen Platz in unserem Kleiderschrank erhalten.



Produktionskette – Vom Anbau bis zum Produkt

Die gesamte textile Kette muss zertifiziert sein: Entspricht nur ein Teilbereich, z. B. die Färberei, nicht den Kriterien, bekommt das ganze Produkt kein GOTS-Zertifikat. Hinzu kommt, dass sich kein Betrieb auf seinem Zertifikat ausruhen kann, da dieses immer nur für ein Jahr vergeben wird und es zu regelmäßigen (auch unangemeldeten) Kontrollen kommt.

Es gelten die sozialen Standards der International Labour Organization (ILO) als Mindestanspruch. Kinderarbeit, Misshandlung oder Diskriminierung und Zwangsarbeit sind nicht erlaubt, während gerechte Löhne, Arbeitsschutz und Vereinigungsfreiheit gefordert werden.

Kleidung nach dem GOTS muss zu 95 % aus Naturfasern hergestellt sein, aus biologischem Anbau kommen und darf nur bestimmten chemischen Prozeduren ausgesetzt werden. Die Verwendung von toxischen Schwermetallen, Azo-Farbstoffen und ähnlichen Farbstoffen zum Färben und Bedrucken ist nicht erlaubt.



open house day

CLAUDIA LANIUS HAT DAS VON UNS UNTERSTÜTZTE BIORE PROJEKT IN INDIEN BESUCHT UND BEWEGENDE BILDER MITGEBRACHT.